Montessori Einsatzzylinder

 
Die Einsatzzylinder sind Teil des Montessori-Sinnesmaterials zur Schulung der Wahrnehmung und gehören damit zum Montessori-Lernmaterial, das zu Beginn des 20. Jahrhunderts von der außergewöhnlichen, innovativen Pädagogin Maria Montessori entwickelt wurde.
 
Maria Montessori hat durch ihre neuen Einsichten und Entwicklungen die pädagogische Arbeit weltweit maßgeblich beeinflusst – und neben in den von ihr gegründeten Montessori-Einrichtungen wird mit ihrem Material heute in fast allen pädagogischen Einrichtungen in irgendeiner Weise gearbeitet.
 
Die Einsatzzylinder sind auch heute noch so aktuell wie zu seiner Entstehungszeit – das Material und die Verarbeitung sind natürlich inzwischen in der Herstellung zeitgemäß aktualisiert, sodass sich vielleicht sogar noch besser damit arbeiten lässt als früher.
 
Die Montessori-Einsatzzylinder sind ist ein sowohl pädagogisch also auch materiell hochwertiges Material, mit dem sich spielerisch und mit Freude lernen lässt. Sie schulen die Motorik der Schreibhand in einem sehr frühen Alter, führen und schulen Größenwahrnehmung und Sinn für Hohlraum und Körpervolumen.
 
Eine Besonderheit ist auch, dass das Material schon sehr früh einsetzbar ist: die Einsatzzylinder sind für Kinder ab 3 Jahren geeignet.



Aus welchem Material bestehen die Einsatzzylinder?

 
Das komplette Material besteht aus hochwertigem Holz.
Vier Holzblöcke zu je 50 cm Länge beinhalten je 10 herausnehmbare Holzzylinder, die wie „Orgelpfeifen“ jeweils eine Reihe bilden, wenn man sie nebeneinander aufstellt, wobei jede Reihe hat bestimmte charakteristische Eigenschaften hat: bei gleichbleibender Form innerhalb einer Reihe ändern sich jeweils Länge und Breite der Zylinder.
 
Was genau können Kinder mit den Einsatzzylindern lernen?
Die Einsatzzylinder gehören wie schon erwähnt, zum Kategorie „Sinnesmaterial“ des Montessori-Lernmaterials.
Über die Sinne – hier bei den Einsatzzylindern insbesondere den visuellen Sinn und den Tastsinn – lassen sich bestimmte Lernziele direkt über die Sinne begreifen:
 
Neben der Schulung der Motorik schulen Kinder mit den Einsatzzylindern die Größenwahrnehmung und bekommen ein Gespür für Hohlraum und Körpervolumen.
 
Durch Betrachten, Vergleichen, Ertasten erfahren sie direkt am Material, was Breite, Länge, dick und dünn ist und wie es sich anfühlt.
Zudem lernen Kinder elementare Eigenschaftswörter bzw. Gegensatzpaare wie dick/dünn, lang/kurz, hoch/niedrig, dick/dünn, schmal/breit, flach/ tief etc.
Lernen und Arbeiten mit den Einsatzzylindern
 
Die einfachste und elementarste Form, sich mit den Einsatzzylindern zu befassen ist sicherlich, die Zylinder jeden Holzblocks einzeln an den Griffen herauszunehmen und wieder einzusetzen.
 
Da die Einsatzzylinder sehr schöne und praktische Griffe haben, an denen sie sich herausnehmen lassen, wird beim Herausnehmen und Wieder Einsetzen die Schreibhandmotorik gefördert – damit kann schon sehr früh begonnen werden, was das Schreiben lernen dann später umso einfacher macht.
 
Dabei können die Zylinder auch genau betrachtet und beschrieben und so neue Wörter erlernt werden.
Schwieriger wird es schon, wenn die Zylinder eines Blocks aus den Vertiefungen genommen, vermischt und dann wieder in die richtigen Vertiefungen zurück gesetzt werden – genau so können die Zylinder auch außerhalb des Holzblocks als Reihe aufgestellt werden.
Ältere Kinder und Fortgeschrittene können dann mit allen vier Blöcken arbeiten, indem sie zum Beispiel die Zylinder und die Reihen miteinander vergleichen. Auch hier lassen sich noch einmal eine Menge neuer Wörter lernen.
 
Die größte Herausforderung ist es sicher, die Zylinder aller vier Blöcke miteinander zu vermischen und dann die richtige Vertiefung für jeden Zylinder zu finden: da nur eine einzige Vertiefung zu jedem Zylinder passt, bedeutet dies, dass aus 40 Möglichkeiten die richtige herausgefunden werden muss!
Bei der Arbeit mit den Einsatzzylindern ergibt sich die Lösungskontrolle eigentlich von selbst: man sieht gleich, ob der Zylinder richtig in der Aussparung sitzt, oder ob er gar nicht erst hinein passt oder zu lose drin sitzt.